Keine Zeit für Freizeit

Willkommen zum ersten Blogbeitrag im neuen Jahr! Heute will ich meine persönliche Meinung zum Umgang mit der eigenen (Frei)-Zeit einmal erläutern. Gerade Sporttreibende kennen das Problem zwischen Schule/Arbeit, Terminen und Familie noch Zeit für das eigene, notwendige Training zu finden. Dabei kann die Lösung des Ganzen ganz simpel lauten: Planung.

Stress - Alltag im 21. Jahrhundert

Unsere moderne westliche Welt bietet allerhand Vorteile. Per Auto, Zug oder Flugzeug schaffen wir es, innerhalb weniger Stunden durch ganz Europa zu reisen - mit Smartphone, Laptop und iPad sind wir nicht nur jederzeit und überall erreichbar, sondern auch stets mittendrin statt nur dabei. Facebook, Twitter und co. verhelfen uns dazu, den Puls der Zeit nie aus den Augen zu lassen. Heute Berlin, morgen Wien und danach Oslo - alles scheint möglich im 21. Jahrhundert nach Christi.

Während wir von Termin zu Termin hetzen, zwischendrin Mails und Anrufe beantworten und schnell noch die Social-Media-Kanäle durchforsten um ja nichts zu verpassen, merken wir oft gar nicht, wie schnell die Zeit uns das Leben nimmt. Leben heißt auch Innehalten. Leben heißt auch Zeit für Hobby und Erholung zu finden. Leben heißt schlichtweg LEBEN. Und davon haben wir alle nur eines - zumindest nach aktuellem Stand der Wissenschaft.


Sport ist mehr als nur ein Hobby

Immer öfter kann beobachtet werden, dass Sporttreibende kaum Zeit finden, ihrem Hobby nachzugehen und zu trainieren. Die Projektarbeit in der Firma, der Friseurtermin, das Referat in der Schule oder die Vorbereitung auf die nächste Klassenarbeit rauben wertvolle Zeit und den nötigen Ausgleich.

Dabei ist der Sport weitaus mehr als nur ein Hobby, wie es vielleicht ein Computerspiel oder eine Fernsehsendung darstellt. Körperliche Betätigung, Wettkampf, Zeit mit Gleichgesinnten, Freunde treffen, Stressabbau und Spaß - das alles ist der Sport, der heute so vielen Dingen zum Opfer fällt.


Jeden Tag lauern Zeitdiebe!

Die drei häufigsten Zeitdiebe lassen sich simpel einordnen und jeder von uns kennt sie zur Genüge.

1. Nicht-Nein-Sagen-Können
2. Perfektionismus
3. Aufschieberitis

Um herauszufinden, welche Zeitdiebe im eigenen Alltag lauern, hilft oftmals schon folgendes. Notiere dir über zwei, drei Tage hinweg, was du wann, wie lange und warum getan hast.  Du erhälst eine schöne Übersicht und kannst ganz einfach herausfinden, ob alle Tätigkeiten notwendig und die aufgebrachte Zeit angemessen war. Das kurze Telefonat mit der besten Freundin, aus dem ein 60-Minuten-Anruf wurde oder die WhatsApp-Chats die aus der Hausaufgabenzeit zwei Stunden werden ließen - Ich bin mir sicher, dass jeder von uns in seinem persönlichen Plan Zeitdiebe findet!


Persönliche Planung ist Gold wert!

 

+ Zeitplanung ermöglicht schnellere Erreichung persönlicher Ziele

+ Zeitplanung bedeutet Zeitersparnis und Zeitgewinn

+ Zeitplanung schafft den Überblick über alle Aufgaben und Tätigkeiten
+ Zeitplanung schafft Erfolgserlebnisse durch Etappensiege - "Abhaken" von Aufgaben

+ Zeitplanung bedeutet weniger Stress und Hektik
+ Zeitplanung schafft Souveränität und Selbstdisziplin

+ Zeitplanung ermöglicht die Balance aller Lebensbereiche

Schriftlich planen: Aufgaben und Zeiträume sollten immer schriftlich geplant werden. Wer dies nur gedanklich tut, läuft Gefahr, eben doch dies und jenes zu vergessen. Schriftliche Planung gibt den besten Überblick und beugt unliebsamen "Überraschungen" vor. Es gibt verschiedene Methoden, Tagespläne zu erstellen, beispielsweise die ABC-Methode.

ABC-Methode
Ähnlich wie es in der Notfallmedizin abläuft, werden hier zwar keine Verletzten, aber die eigenen Termine und Aufgaben ihrer Dringlichkeit nach sortiert.

A- Aufgaben
Wichtigste Aufgaben. Diese müssen am Tag ihrer Fälligkeit abgearbeitet werden. Bsp: Arbeit, Schule

B - Aufgaben
Aufgaben mit mittlerer Priorität. Hier sollte überprüft werden, welche Aufgaben schnell und sofort erledigt werden können und welche delegiert oder sogar auf andere Tage verschoben werden können. Bsp: Essen zubereiten, Müll entsorgen, einkaufen gehen

C - Aufgaben
Weniger wichtige Aufgaben. Die C-Aufgaben sollten so wenig wie möglich Zeit des gesamten Tages in Anspruch nehmen. Hier gilt es unbedingt zu schauen, welche dieser Aufgaben einfach "entsorgt" werden können um mehr Investitionen in wichtigere B- und A-Aufgaben tätigen zu können. Bsp: Smartphone-Apps, Computerspiele

Natürlich sollte die eigene Freizeit und allen voran der Sport nicht fortwährend als "C-Aufgabe" angesehen werden - denn dann wird es erst recht nichts mit der regelmäßigen Teilnahme am Training. Nur wer sich strukturiert und seinen Sport priorisieren kann, wird es schaffen, andere unnütze Zeitdiebe zu identifizieren und zu eliminieren


Auf geht's - starte die Umsetzung noch heute!

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Kommentare: 1
  • #1

    Oliver (Montag, 16 Januar 2017 21:17)

    Gut geschrieben, man sollte wirklich manchmal besser auf seine Zeitplanung achten.